Fraßspuren an Erdwespennest

Vor wenigen Tagen habe ich auf einer Streuobstwiese eine Entdeckung gemacht. Ein Erdwespennest wurde geplündert – also ausgegraben um an die Waben heranzukommen. Die Waben wurden dann teilweise gefressen. Der Rest der Waben lag noch bei aufgebrochenen Erdwespennest.

Wer kann das gewesen sein?

Ganz in der Nähe befinden sich viele dichte Wälder, ein Bach und ein undurchdringlicher Schilfgürtel.
Die Seehöhe ist rund 550 Meter. Es finden sich Spuren von Raubtieren im umliegenden Gebiet. Aber auch Schalenwild – konkret Rehe und Rothirsche, aber keine Wildschweine. Die kommen in der Gegend nicht vor.

Es führen auch viele Wildwechsel auf die Streuobstwiese. Von allen Seiten kann das Wild einwechseln und tut es nach den Spuren auch täglich.

Der Bau war nicht sehr tief unter der Erde. Nur ein relativ kleines Loch mit rund 10cm Tiefe war übrig.

Welches Tier kann denn diese Spur hinterlassen haben?

Mögliche Lösungen:
– Dachs: Dachse finden unterirdische Wespennester mit dem ausgezeichneten Geruchssinn und machen sich wie die restlichen potentiellen “Täter” Larven unwiderstehlich
– Waschbär: Auch Waschbären kommen in Frage, doch sind in der Gegend eher selten
– Specht: Grünspechte machen die Gegend unsicher und haben auch schon den einen oder anderen Ameisenhaufen auf dem Gewissen.
– Wespenbussard: Ein selten gewordener Gast. Daher eher unwahrscheinlich, aber denkbar.
– Wildschweine: Diese Tiere stehen auch auf der Liste der potentiellen Fressfeinde, doch wie weiter oben bereits angeführt sind Wildschweine in der Gegend nicht heimisch und scheiden in dem Fall aus.