Kann man Tierspuren sammeln?

Bei Tierspuren denken Viele sofort an die Abdrücke ( Trittsiegel ) von Tieren im Untergrund. Also die Trittspuren eines Hundes im Schlamm.
Dass man diese Tierspuren mit einer Kamera festhalten und so sammeln kann ist klar, doch es gibt eine Menge mehr an Tierspuren, die man sammeln kann – selbst Trittsiegel kann man sammeln, dazu aber später mehr.

Die Sammelleidenschaft ist – ganz unwissenschaftlich gesagt – wohl oder übel beim Menschen genetisch bedingt. Ich kenne sehr viele Menschen, die Irgendetwas sammeln.
Dazu gibt es einen interessanten Beitrag im webmasterfriday in dem Blogger von Ihren Sammelleidenschaften berichten.
survival24.org berichtet über das Sammeln von Taschenlampen und Messern. Lomomo sammelt DVDs und CDs.
Mela vom Blog nachsitzen.org findet, dass sich das Sammeln im Digitalzeitalter gewandelt hat – und recht hat sie! Auf it4kmu.info wird über das Sammeln von XING-Kontakten oder Gratis-Ebook-Sammeln wie in einem Blog zum Thema Online Marketing berichtet wird.

Tierspuren sammeln?
Aber wieder zurück zu Sammeln von Tierspuren.

Federn: Schon mal eine Feder eines Vogels gefunden? Ja? Gut, denn man kann auch Vogelfedern als Tierspuren ansehen ( ich tue das zumindest ) und schon hat man das erste Sammelobjekt aus dem Reich der Tierspuren gefunden.

Fraßspuren: Oder ein anderes Beispiel sind angeknabberte Nüsse oder Zapfen, die man im Wald oder Park findet. So kann man Haselnüsse, die von Vögeln, Mäusen oder Eichhörnchen gefressen wurden sammeln und so immer wieder zu Hause studieren.
Aber auch Fraßspuren an Sträuchern und Bäumen können gesammelt werden. Es gibt ja viele Kandidaten die sich über sanfte Zweige hermachen. AUf die Schnelle fallen mir da Rehe und Hasen ein. Habt ihr Ideen welche Tiere noch Äste und Rinde von Bäumen und Sträuchern mögen?

Behausungen: Schon mal ein altes verlassenes “Wohnhaus” einer Wespe oder solidär lebenden Wildbiene gesehen? Wunderschöne Gebilde! Auch diese kann man sammeln, jedoch nur wenn diese bereits sicher verlassen wurden.

Schädel & Knochen: Ja, es ist nicht Jedermanns Sache, aber man findet in der Natur immer wieder Schädel und Knochen von bereits verstorbenen Tieren. Auch diese kann man Sammeln. Für Manche mag das makaber sein – für mich nicht.
Bei Abwurfstangen von Schalenwild muss man jedoch vorsichtig sein, denn diese gehören nach Jagdrecht dem Jagdausübungsberechtigten und das Mitnehmen ist so gesehen Diebstahl. Daher sollte man davon Abstand nehmen.

Haare: Ja wirklich – Tierhaare kann man Sammeln! Zum Beispiel finde ich am Waldrand in der Nähe einer Dachslatrine immer wieder Haare von Meister Grimbart an einer Heckenrose. Auch Haare von Rehen kann man leicht finden.

Trittsiegel: Selbst die kann man sammeln. Einfach die Spur mit Gips konservieren und schon hat man eine neues Sammelobjekt. Wie das geht zeige ich mal in einem anderen Post auf tierspuren.net.

Reste von Vogeleier: Schalen von Vogeleiern sind gute Tierspuren und zeigen was im Gebiet an Vögeln brüten. Auch kann man rätseln, ob die Vögel geschlüpft sind oder die Eierreste durch einen Räuber entstanden sind.

Warum sollte ein angehender Spurenleser und Fährtenleser Tierspuren sammeln?
Weil man so mehr Bezug zu den Tierspuren entwickeln kann. Auch ermöglicht das Objekt ein genaues Studieren und das kann man immer wieder machen.
Mit der Zeit hat man eine schöne Sammlung, die auch Vergleiche zwischen Tierspuren ermöglicht und so tiefer in das Gebiet des Spurenlesens eindringen kann.

Wichtiger Hinweis!
Sammeln ist gut uns schön, aber man darf nur das nehmen, was Einem gegeben wird! Niemals würde ich ein Tier töten um an Haare oder Federn zu kommen. Auch Behausungen oder Eier sind tabu, solange noch Leben darin steckt. Also bitte handelt danach!

Das wars für heute – Viel Spass beim Sammeln von Tierspuren!