Teaching Tracking Skills – Die Kunst Spurenlesen zu lehren

Teaching Tracking Skills – Die Kunst Spurenlesen zu lehren

Wie die Headline klarstellt geht es nicht darum wie man Spurenlesen lernt sondern um die Kunst es Anderen beizubringen.

Durch Zufall habe ich ein Werbevideo der Primitive Skills School gefunden, in dem das Programm zum Spurenlesen beschrieben wird.
Mir gefällt es gut was ich in dem Video gesehen habe und möchte es mir Euch teilen.

Diese Schule verwendet wichtige Methoden wie zum Beispiel:

  • Spurenkiste
  • Spurenbaum
  • Sprache der Vögel

Aber seht selbst!

Viel Spaß und Happy Tracking!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=T8NlAN86vmo&w=640&h=360]

 

Biberspuren

Biberspuren

Der Biber war lange Zeit in Europa kaum zu finden. Er galt als so gut wie ausgerottet.
Doch in letzter Zeit – sagen wir die letzten 10 Jahre – haben sich die Biber-Bestände in Mitteleuropa deutlich und merklich erholt.
An Fließgewässern findet das geübte Auge immer mehr und deutlichere Biberspuren.

Schon 2006 habe ich immer wieder Fraßspuren des Bibers finden können. Doch waren diese Spuren immer in relativ freier Wildbahn, fernab von Menschen und deren Städten.
2009 jedoch durfte ich Fraßspuren des Biber auch in einer bekannten Wiener Parkanlage begutachten.
Im Donaupark trieben ein paar junge Biber ihr Unwesen und nagten Bäume im Uferbereich des Teichs im Donaupark an.
Mit einfachen Gittern konnte das Problem eingedämmt werden.

Doch alles was ich bis jetzt an Biberspuren erleben und sehen durfte ist im Vergleich zu meinem heutigen Fund Kleinigkeiten.
Beim heutigen Spaziergang in meiner Heimatstadt St.Pölten in Niederösterreich traute ich meinen Augen kaum als ich folgendes Spurenbild sehen durfte.

Biberspuren

Ein oder mehrere Biber haben an einem Werksbach 2 Bäume so gefällt, dass diese über den Bach gefallen sind.
Dem nicht genug – der eine Baumstamm wurde von Ufer zu Ufer abgenagt.

Die Biber waren richtig fleissig am Arbeiten und haben fast den ganzen Baumstamm bearbeitet. Man kann die Bissabdrücke am nächsten Bild der Biberspur gut erkennen.

Schön zu erkennen sind die Zahnabdrücke des Bibers.

Der Europäische Biber ( wissenschaftlicher Name ist Castor fiber ) nachtaktiv, also ist es schwer die Tiere bei der Arbeit zu beobachten.
Leider ist der Standort dieser “Missetat :-)” in einem stark frequentieren Gebiet. Es sind viele Jogger, Spaziergeher und Hundehalter unterwegs.
Daher will ich auch keine Wildtierkamera als Fotofalle aufstellen. Auch aus rechtlichen Gründen wäre das nicht ok.
So muss ich mich weiter auf die  Suche nach den Spuren des Bibers in diesem Gebiet machen.
Mal sehen ob ich ein gut erhaltenes Trittsiegel aufspüren kann um es hier im Blog zu veröffentlichen.

Kann man Tierspuren sammeln?

Bei Tierspuren denken Viele sofort an die Abdrücke ( Trittsiegel ) von Tieren im Untergrund. Also die Trittspuren eines Hundes im Schlamm.
Dass man diese Tierspuren mit einer Kamera festhalten und so sammeln kann ist klar, doch es gibt eine Menge mehr an Tierspuren, die man sammeln kann – selbst Trittsiegel kann man sammeln, dazu aber später mehr.

Die Sammelleidenschaft ist – ganz unwissenschaftlich gesagt – wohl oder übel beim Menschen genetisch bedingt. Ich kenne sehr viele Menschen, die Irgendetwas sammeln.
Dazu gibt es einen interessanten Beitrag im webmasterfriday in dem Blogger von Ihren Sammelleidenschaften berichten.
survival24.org berichtet über das Sammeln von Taschenlampen und Messern. Lomomo sammelt DVDs und CDs.
Mela vom Blog nachsitzen.org findet, dass sich das Sammeln im Digitalzeitalter gewandelt hat – und recht hat sie! Auf it4kmu.info wird über das Sammeln von XING-Kontakten oder Gratis-Ebook-Sammeln wie in einem Blog zum Thema Online Marketing berichtet wird.

Tierspuren sammeln?
Aber wieder zurück zu Sammeln von Tierspuren.

Federn: Schon mal eine Feder eines Vogels gefunden? Ja? Gut, denn man kann auch Vogelfedern als Tierspuren ansehen ( ich tue das zumindest ) und schon hat man das erste Sammelobjekt aus dem Reich der Tierspuren gefunden.

Fraßspuren: Oder ein anderes Beispiel sind angeknabberte Nüsse oder Zapfen, die man im Wald oder Park findet. So kann man Haselnüsse, die von Vögeln, Mäusen oder Eichhörnchen gefressen wurden sammeln und so immer wieder zu Hause studieren.
Aber auch Fraßspuren an Sträuchern und Bäumen können gesammelt werden. Es gibt ja viele Kandidaten die sich über sanfte Zweige hermachen. AUf die Schnelle fallen mir da Rehe und Hasen ein. Habt ihr Ideen welche Tiere noch Äste und Rinde von Bäumen und Sträuchern mögen?

Behausungen: Schon mal ein altes verlassenes “Wohnhaus” einer Wespe oder solidär lebenden Wildbiene gesehen? Wunderschöne Gebilde! Auch diese kann man sammeln, jedoch nur wenn diese bereits sicher verlassen wurden.

Schädel & Knochen: Ja, es ist nicht Jedermanns Sache, aber man findet in der Natur immer wieder Schädel und Knochen von bereits verstorbenen Tieren. Auch diese kann man Sammeln. Für Manche mag das makaber sein – für mich nicht.
Bei Abwurfstangen von Schalenwild muss man jedoch vorsichtig sein, denn diese gehören nach Jagdrecht dem Jagdausübungsberechtigten und das Mitnehmen ist so gesehen Diebstahl. Daher sollte man davon Abstand nehmen.

Haare: Ja wirklich – Tierhaare kann man Sammeln! Zum Beispiel finde ich am Waldrand in der Nähe einer Dachslatrine immer wieder Haare von Meister Grimbart an einer Heckenrose. Auch Haare von Rehen kann man leicht finden.

Trittsiegel: Selbst die kann man sammeln. Einfach die Spur mit Gips konservieren und schon hat man eine neues Sammelobjekt. Wie das geht zeige ich mal in einem anderen Post auf tierspuren.net.

Reste von Vogeleier: Schalen von Vogeleiern sind gute Tierspuren und zeigen was im Gebiet an Vögeln brüten. Auch kann man rätseln, ob die Vögel geschlüpft sind oder die Eierreste durch einen Räuber entstanden sind.

Warum sollte ein angehender Spurenleser und Fährtenleser Tierspuren sammeln?
Weil man so mehr Bezug zu den Tierspuren entwickeln kann. Auch ermöglicht das Objekt ein genaues Studieren und das kann man immer wieder machen.
Mit der Zeit hat man eine schöne Sammlung, die auch Vergleiche zwischen Tierspuren ermöglicht und so tiefer in das Gebiet des Spurenlesens eindringen kann.

Wichtiger Hinweis!
Sammeln ist gut uns schön, aber man darf nur das nehmen, was Einem gegeben wird! Niemals würde ich ein Tier töten um an Haare oder Federn zu kommen. Auch Behausungen oder Eier sind tabu, solange noch Leben darin steckt. Also bitte handelt danach!

Das wars für heute – Viel Spass beim Sammeln von Tierspuren!

 

Katzenspuren oder Hundespuren – Was ist der Unterschied

Katzenspuren oder Hundespuren – Was ist der Unterschied

Wer mit dem Spurenlesen von Tierspuren beginnt, muss leider zu Beginn ein paar Dinge lernen.
Man muss die Gruppen von Tieren und deren typischen Spuren von einander unterscheiden können, um im Feld Tierspuren erkennen zu können.

Doch selbst geübte Spurenleser machen Fehler und schätzen Trittsiegel ( das sind einzelne Abdrücke eines Tieres ) falsch ein.
Ein beliebtes Thema ist die Unterscheidung der Spuren von Katzen und Hunden.

Werfen wir zu Beginn gleich einen Blick auf die Trittsiegel der Katzenartigen und der Hundeartigen.

 

 

 

 

Wo liegen die Unterschiede zwischen der Spuren von Hunden und Katzen?

  • Krallen in der Spur? Katzen haben ihre Krallen beim Gehen immer eingezogen. Hunde grundsätzlich nicht.
  • Ist das Trittsiegel symmetrisch? Katzen hinterlassen runde, eher asymmetrische Spuren. Hunde oval und relativ symmetrisch.

Welche Merkmale sind nicht gut geeignet Hundespuren von Katzenspuren zu unterscheiden?

  • Größe – Die Größe der Spur, also genauer gesagt dem Trittsiegel bzw. Spurenabdruck ist keine gute Unterscheidung. Es gibt kleine Hunde ( kleine Haushunderassen bzw. den Fuchs) und große Katzen ( der Luchs ist für eine Katze relativ groß und hinterlässt auch grosse Trittsiegel)

Mit den oben angeführten Merkmalen – was glaubt Ihr welches Trittsiegel zu welchem Tier  gehört?

In der Praxis ist es oft sehr schwer eine genaue und richtige Unterscheidung von Spuren zu erreichen. Oft sind die Trittsiegel unvollständig oder einfach zu alt um einen genauen Schluss ziehen zu können. Wie bereits angedeutet, auch Profis passieren Fehler was das richtige Bestimmen einer Spur im Boden.
Also keine Scheu vor Fehlern – das gehört einfach dazu und wie heißt es so schön: Aus Fehlern kann man lernen – Auch beim Spurenlesen.

Hier nochmals die Hundespur in Groß.

Links zu Seiten mit Spurenrätsel

Der Eine liebt sie, der Andere hasst sie – Dir Rede ist von Rätseln.
Doch egal wie man zu Rätselraten steht, man lernt durch das Lösen von Rätseln eine Menge – Wahrscheinlich lernt der Mensch mit Rätselrasten sogar intensiver und nachhaltiger als mit dem in unseren Schulen so beliebten Frontalunterricht.

Ich erinnere mich an den ersten Vortrag zum Thema Spurenlesen auf einem Seminar in Tirol. Es war Sommer – richtig heiß – und der Vortrag begann gleich nach dem Mittagessen.
Obwohl ich schon ganz gierig auf die Lehreinheit war konnte ich dem Unterricht nicht folgen und bin eingeschlafen.
Der Grund war wohl die Art und Weise – wie der Inhalt vermittelt wurde. Und zwar in dieser Geschichte als Frontalunterricht und das war sooo langweilig, dass Nichts hängen blieb.

Nun gut – Rätsel, so behaupte ich sind gut für die Aufmerksamkeit und das effektive Lernen.
So auch oder gerade beim Spurenlesen.
Daher diese Verweise auf andere Seiten, die mit Spurenrätsel den angehenden Spurenleser helfen seine Sinne zu schärfen:
1. Spurenlesen Forum der Überlebensschule Tirol
2. Blog der Shikari Tracking Guild
3. Blog vom Wurzeltrapp – erdwissen.de

Sollte Jemand weitere Seiten mit Spurenrätseln kennen – einfach melden unter tierspuren(at)gmx(punkt)at