Rothirsch Spuren

Der Rothirsch (oder mit dem wissenschaftlichen Namen Cervus elaphus ) ist in geschlossenen Waldgebieten wie in Auwäldern und im Gebirge anzutreffen.

Trittsiegel der Rothirsch Spur

Rothirsche gehören zum Schalenwild was sich auch an den Trittsiegeln erkennbar macht.
Die beiden Schalen sind deutlich ersichtlich. Insgesamt ist das Trittsiegel des Rothirschs im Vergleich zu anderen Vertretern von Schalenwild wie zum Beispiel dem Reh breiter.

Die Abmessungen der Rothirsch Spur liegen bei:
– Länge: 7 bis 9 cm
– Breite: 5 bis 7 cm
Und wie immer sind bei den weiblichen Rothirschen, also der Hirschkuh die Fährten etwas kleiner.

Ebenso sind in den Trittsiegel von Rothirschen die Ballen im letzten Drittel als Vertiefungen erkennbar.

Gangarten des Rothirsch

Der Trab

Hirsche bewegen sich in Ruhe im sogenannten Trab dahin. Dabei werden die Hinterbeine genau oder knapp hinter den Abdruck des Vorderbeines gestellt.

Im beigefügten Bild kann man diese Gangart sehr schön erkennen.
Die Schrittlänge beträgt abhängig von der Geschlecht, Größe und Alter des Tieres zwischen 80 und 150 cm.
In dieser Gangart bewegt sich das Tier die meiste Zeit. Es signalisiert, dass das Tier entspannt ist und keine Gefahr drohte.
Auch das sogenannte Geäfter kann man bei dieser Gangart nicht erkennen – Im Gegensatz zum Sprung oder der Flucht, bei denen das Geäfter sehr wohl deutlich zu sehen ist.
Die Schränkung ist in beim Trab bei männlichen Hirschen gut erkennbar. Hirschkühe und Jungtiere haben im Vergleich dazu fast keine Schränkung.
Auch die Stellung der Spuren der vorderen und hinteren Abdrücke lassen auf das Geschlecht schliessen.
Hirsche sind vorne breiter als hinten – bei den weiblichen Hirschkühen ist das umgekehrt. Daher sind beim Hirsch die vorderen Trittsiegel witer außen als die hinteren Trittsiegel.
Bei der Hirschkuh umgekehrt.

Der Galopp

Eine weitere Gangart des Rothirsch ist der Galopp. Bei dieser Gangart bewegt sich das Tier bereits wesentlich schneller als im Trott.
Diese Gangart wird beim “geordneten Rückzug” eingesetzt. Also wenn das Tier eine mögliche Gefahr frühzeitig erkennt und sich aus dem Staub macht.
Beim Galopp ist das Geäfter bereits (abhängig vom Boden) erkennbar, denn durch das Gewicht des Tieres und der Geschwindigkeit werden die Schalen tiefer in den Untergrund gedrückt.
Beim Galopp ist auch das Geäfter sichtbar.