Arten von Tierspuren

Bei Tierspuren denkt man zwangsläufig an die Abdrücke, also die Trittsiegel, die Tiere als Fährte hinterlassen. Doch es gibt eine Reihe von Spuren, die Tiere hinterlassen können. Auf dieser Seite wollen wir uns einen Überblick über die Arten von Tierspuren verschaffen um in der Natur mehr als nur “Fußabdrücke” als Tierspuren identifizieren zu können.

Überblick über die Arten von Tierspuren

  • Trittsiegel
  • Kot, Harn und Gewölle
  • Haare und Federn
  • Fraßspuren
  • Baue, Betten und Behausungen
  • Wechsel

Trittsiegel
sind wohl die bekanntesten Tierspuren. Darüber brauchen wir hier nicht näher einzugehen

Kot, Harn und Gewölle
In dieser Gruppe unterscheidet man Exkremente von Säugetieren bzw. Vögel. Greif- und Raubvögel hinterlassen neben Kot auch Gewölle.

Kot & Exkremente

Gewölle sind jene unverdaulichen Speisereste im Magen des Vogels, die nach der Verdauung wieder ausgewürgt werden. Gewölle bestehen aus den Knochenresten, Felle und Federn der Beutetiere des Raubvogels.Kot und Gewölle geben überdies Aufschluss über “Wer” die Spur hinterlassen hat, aber überdies noch “Was” die aktuelle Nahrung des Tieres war und ist.

Auch Harn ist eine Spur, die aber eher selten erkannt wird – außer natürlich im Schnee.

Dennoch sind diese Art von Tierspuren relativ häufig, was zwar viel Praxis ermöglicht, aber auch seine Herausforderungen mit sich bringt.

Haare als Tierspuren

Haare und Federn
Tiere hinterlassen bei ihren Wanderungen immer wieder Haare an Hecken, Büschen und anderen Pflanzen. Meist kann man an dornigen Pflanzen an Wechseln ( also den Strassen der Tiere ) in Bodennähe  Haare finden und so auf das Tier Rückschlüsse ziehen.
Auch Federn lassen sich gut bestimmen und zeigen, welcher Vogel in der Nähe lebt.

Fraßspuren
In dieser Gruppe von Tierspuren unterscheidet man Spuren an Tierrissen – also Beutetiere die von einem Raubtier getötet und gefressen wurden – und Spuren an Pflanzen, Samen und Früchten. Fraßspuren lassen gute Rückschlüsse auf den Verursacher zu und sind somit wertvolle Tierspuren.

Besonders Tierrisse sind bei sehr scheuen Jägern, wie zum Beispiel dem Luchs oder Bär oft der einzige Hinweis, dass sich das Tier in der Nähe aufhält oder durchgezogen ist.
Anderes Beispiel: Fraßspuren an Nüssen oder Zapfen zeigen an, wie es mit der Mäusepopulation aussieht oder ob ein Eichhörnchen ein “Unwesen” treibt.

Baue und Behausungen
Wer Baue von Tieren als Spuren erkennen kann ist auch in der Lage mehr über die Lebensweise zu erfahren. Baue müssen aber nicht zwangsläufig wie bei Fuchs oder Kaninchen in der Erde eingebuddelt sein. Es gibt Baue auf oder in Bäumen, oder einfach im Gras oder als Trichternetz einer Dornfingerspinne.
Auch Betten, also die Nachtlager von Tieren interessante Auskunftsstellen.

Wechsel
Wechsel sind die Strassen der Tiere. Man glaubt kaum, wie viele Tiere solche Wechsel benutzen. Mit dem Erkennen von Tierwechseln kann man eine Menge über das Tier und dessen Verhalten lernen. Außerdem bietet der Wechsel oft die einzige Möglichkeit ein unwegsames Gelände zu durchqueren.